Dolomiten — Architektur aus Stein und Licht
Die Dolomiten sind nicht einfach nur Berge. Sie sind freigelegte Geologie — vertikal aufgerichtetes Sediment, das zu Architektur geworden ist.
Aus Dolomitgestein entstanden, entzünden sich ihre hellen Wände bei Sonnenuntergang in dem Phänomen der Enrosadira, wenn Calcium-Magnesium-Karbonat erst rosafarben, dann bernsteinfarben und schließlich violett erscheint. Das Licht beleuchtet diese Gipfel nicht einfach; es modelliert sie.
Diese Reise entfaltete sich als eine Studie von Struktur und Stille:
Seen, die die Berge in vollkommener Symmetrie spiegeln, alpine Wiesen, die unter tektonischer Masse atmen, und steinerne Türme, die wie unvollendete Kathedralen aufragen.
Was bleibt, nachdem das Licht verblasst, ist nicht nur Landschaft, sondern Maßstab — eine Neujustierung menschlicher Proportion gegenüber geologischer Zeit.
Eine fotografische Reise durch die Dolomiten: vom Lago di Carezza (wo Wasser zu Geometrie wird und der Berg seine eigene Spiegelung erkennt), über Val di Funes, Passo delle Erbe, Alpe di Siusi, Val Gardena, Cortina d’Ampezzo, Lago di Braies, Cinque Torri, Tre Cime di Lavaredo, bis zum Abschluss am Passo di Giau — eine Erkundung geologischer Architektur, alpiner Spiegelungen und des Phänomens der Enrosadira.